Prozessorientiert & werteorientiert

Werte­orientierte
Team­entwicklung

Teamentwicklung und Teamcoaching für den Mittelstand: Struktur, Verbindlichkeit und Klarheit im Team. Auch dann, wenn sich Teams neu formieren oder unter ihrer Leistungsfähigkeit liegen.

Kurz erklärt

Was ist Teamentwicklung?

Teamentwicklung ist ein gezielter Prozess, in dem ein Team seine Zusammenarbeit verbessert: wie es miteinander spricht, Konflikte löst, Rollen klärt und gemeinsame Ziele verfolgt. Das gelingt selten an einem Tag, deshalb begleiten wir Teams über mehrere Monate.

In einer agilen „VUKA-Welt“ werden Teams immer wieder neu zusammengestellt. Hierarchiefreie Strukturen fördern kreatives Arbeiten, können aber auch Unsicherheit und Konflikte verstärken. Werteorientierte Teamentwicklung schafft Struktur, Verbindlichkeit und Klarheit: Was treibt uns an? Welche Werte haben wir?

Teams, bei denen die Performance nicht stimmt, werden oft unter Druck gesetzt oder mit der nächsten Fachschulung „optimiert“. Hilfreicher ist aus unserer Erfahrung der Blick auf die Beziehungsebene. Wir arbeiten mit Ihrem Team an gemeinsamen Werten, einem motivierenden Leitbild und klaren Regeln im Miteinander und bearbeiten Konflikte, wo sie den Teamerfolg bremsen. Bei guten Teams ist 1+1=3 und nicht 2.

Andreas Wenzelburger in der Teamentwicklung
Gemeinsame Werte Leitbild & klare Regeln
Unser Vorgehen

Unser Teamentwicklungs­prozess in fünf Phasen

Flexibel auf Ihr Team zugeschnitten: Nach jedem Baustein schauen wir gemeinsam, was als Nächstes sinnvoll ist.

  1. Phase 0

    Vorbereitung

    Ein ausführliches Auftragsklärungsgespräch klärt die wichtigsten Schwerpunkte und Herausforderungen. Was ist der Anlass, was soll danach anders sein?

  2. Phase 1

    Kommunikation & Feedback

    Das Team trainiert Werkzeuge für gute Kommunikation, vor allem wertschätzendes und klares Feedback, auch wenn es unbequem ist.

  3. Phase 2

    Konflikte klären

    Konflikte und Irritationen werden strukturiert geklärt. Anerkennung und gegenseitige Wertschätzung sind Teil des Prozesses.

  4. Phase 3

    Werte & Zielbild

    Das Team erarbeitet gemeinsame Werte und Regeln und verankert sie in einem motivierenden Zielbild als Orientierung für das Miteinander.

  5. Phase 4

    Follow-up

    Im zeitlich nachgelagerten Follow-up prüfen wir, was im Alltag angekommen ist, und bearbeiten Lücken zum Zielbild.

Unsere Haltung

Ein resilientes Team braucht Zeit

Der Idealzustand ist ein resilientes Team, das zusammenhält, wenn es schwierig wird. Das gelingt in der Regel nicht mit einem eintägigen Training, sondern als Prozess über mehrere Monate. Vertrauen wächst über Erfahrungen: Jemand spricht etwas Kritisches an, und es wird dadurch besser statt schlechter.

Warum es wichtig ist

Zusammen­arbeit als Wertschöpfung

Wir sehen gegenseitiges Unterstützen und Kommunizieren als den entscheidenden Wertschöpfungsfaktor im Team. Wie im Sport, wo Teams ohne „Stars“ exzellente Leistungen erbringen können.

Besonders wichtig ist die Begleitung neu zusammengestellter Teams: Wir erarbeiten mit dem Team die Potenziale, die jeder Einzelne einbringt, damit alle maximal zum Teamerfolg beitragen.

Wissen kompakt

Team­entwicklung im Überblick

Warnsignale, Phasen, Methoden und Teamcoaching: die wichtigsten Fragen rund um Teamentwicklung, kurz und praxisnah beantwortet.

„Bei uns im Team gibt es keine Konflikte.“ Klingt erst einmal gut. Wir wären trotzdem vorsichtig.

Manchmal steckt dahinter toxische Harmonie: eine Feelgood-Bubble, in der niemand widerspricht und Probleme unter den Teppich wandern. Das kann teuer werden, denn komplexe Aufgaben brauchen unterschiedliche Perspektiven. Oder, wie Andreas Wenzelburger sagt: „Wir müssen nicht einer Meinung sein. Wir müssen uns trauen, unterschiedlicher Meinung zu sein.“

Typische Warnsignale im Team:

  • Auffällige Ruhe: Kritische Punkte kommen nicht auf den Tisch.
  • Wiederkehrende Konflikte: Dieselben Reibereien drücken immer wieder auf Stimmung und Leistung.
  • Unklare Ziele und Rollen: Alle arbeiten fleißig, aber nicht in dieselbe Richtung.
  • Fehlende Offenheit: Feedback gibt es kaum, oder nur hinter vorgehaltener Hand.
  • Neue Teamzusammensetzung: Neue Kolleginnen und Kollegen oder eine neue Führungskraft.
  • Veränderung: Neue Strukturen oder Zuständigkeiten sorgen für Unsicherheit.

Erkennen Sie Ihr Team wieder? Dann lohnt sich ein genauerer Blick, gern in einem unverbindlichen Erstgespräch.

Das wohl bekannteste Phasenmodell stammt vom US-Psychologen Bruce Tuckman. Es beschreibt, welche Phasen eine Gruppe durchläuft, bis sie als Team wirklich leistungsfähig ist. Ursprünglich waren es vier, später kam eine fünfte hinzu.

  1. FormingDas Team findet sich, alle sind höflich und tasten sich ab.
  2. StormingUnterschiedliche Vorstellungen prallen aufeinander, es gibt Reibung um Rollen und Ziele.
  3. NormingDas Team einigt sich auf Regeln und Rollen, Vertrauen entsteht.
  4. PerformingDie Energie fließt in die Aufgabe, das Team unterstützt sich gegenseitig.
  5. AdjourningDas Team löst sich auf, etwa am Ende eines Projekts.

Was heißt das für die Praxis? Die Phasen laufen selten sauber nacheinander ab. Kommt jemand neu dazu, startet ein Team oft ein Stück weit von vorn. Reibung in der Storming-Phase ist normal. Teamentwicklung hilft, sie bewusst und fair zu durchlaufen, statt dort hängen zu bleiben oder sie mit falscher Harmonie zu überspringen.

Wie lange ein Workshop dauert und welche Themen hineingehören, legen wir in der Auftragsklärung fest. Ein Teamtraining kann zum Beispiel zwei Tage umfassen. Gearbeitet wird immer in Präsenz, gern auch außerhalb Ihrer Firmenräume, und am Flipchart statt am Bildschirm.

  1. Ankommen und zuhören. Am Anfang steht Ihr Team, nicht unser Programm. Was läuft gut, was hakt? Jede Stimme zählt, auch die leisen.
  2. Feedback üben. Das Team trainiert, klar und wertschätzend Rückmeldung zu geben, zum Beispiel mit dem Paravent-Feedback.
  3. Konflikte und Regeln klären. Irritationen kommen auf den Tisch und werden geklärt. Daraus entstehen gemeinsame Regeln für das Miteinander.
  4. Umsetzung vereinbaren. Was machen wir ab Montag anders? Konkrete Vereinbarungen sorgen dafür, dass die Ideen nicht im Workshop-Raum bleiben.

Praxisbeispiel: Paravent-Feedback. Beim Teamtraining des Service Teams VCS der Kleemann GmbH war das Paravent-Feedback ein Highlight. Eine Person sitzt hinter einer Stellwand und hört zu, während die anderen beschreiben, wie sie die Zusammenarbeit mit ihr erleben. Erklären oder rechtfertigen muss sie nichts. Das erfordert Mut, Vertrauen und echtes Zuhören. Mehr dazu im Beitrag Teamentwicklung in der Praxis.

Die eine Methode für jedes Team gibt es nicht. Welche Teamentwicklungsmaßnahmen passen, hängt vom Anlass ab. Diese Bausteine setzen wir häufig ein:

Feedback geben und annehmen

Klares, wertschätzendes Feedback ist das wichtigste Werkzeug im Team. Wir üben es praktisch, auch die unbequeme Rückmeldung. Denn: „Vorwürfe sind versteckte Bitten.“

Zuhören statt Kopf-Kino

Beim Zuhören läuft oft schon der eigene Film im Kopf. Wir trainieren, nachzufragen und auszuhalten, dass man noch keine Antwort hat.

Konflikte klären

Wir machen Konflikte besprechbar. Unterschiede im Konfliktverhalten werden dabei zum Lerngewinn, wie im Beitrag zu Konfliktmanagement und Gruppendynamik.

Werte und Regeln im Miteinander

Team-Werte sind oft ungeschriebene Gesetze. Wir machen sie sichtbar und vereinbaren Regeln, die halten. Mehr dazu im Beitrag zur werteorientierten Führung.

Gemeinsames Zielbild

Ein motivierendes Leitbild gibt Orientierung: Wofür stehen wir, wo wollen wir hin? Daran lässt sich später messen, was sich verändert hat.

Follow-up und Transfer

Wissen allein verändert noch kein Verhalten. Im Follow-up schauen wir, was im Alltag angekommen ist.

Im Teamcoaching begleitet ein Coach ein Team über mehrere Termine bei seinen eigenen Themen. Das Team bringt mit, was gerade ansteht, und erarbeitet selbst Lösungen. Der Coach stellt Fragen, spiegelt und gibt auch dem Unausgesprochenen Platz.

Wie im Einzelcoaching arbeiten wir systemisch und ohne „richtig oder falsch“, bei Bedarf mit eigener Führungserfahrung. Der Vorteil gegenüber einem einzelnen Workshop: Das Team probiert Neues im Alltag aus, und beim nächsten Termin schauen wir, was funktioniert hat. So sorgt das Teamcoaching dafür, dass Vereinbarungen im Alltag halten.

Teambuilding-Event

Gut fürs Wir-Gefühl. Ein Ausflug oder Grillabend stärkt den Zusammenhalt. Wer wofür zuständig ist und wie das Team mit Konflikten umgeht, klärt er selten.

Teamentwicklung

Der Oberbegriff. Alle Maßnahmen, die die Zusammenarbeit verbessern. Bei uns ein Prozess in Phasen mit Workshops und Follow-up.

Teamcoaching

Die Begleitung. Regelmäßige Termine über mehrere Monate, nah an den aktuellen Themen des Teams. Hilfreich, wenn sich vieles verändert.

Führung im Team

Die Rolle der Führungskraft in der Teamentwicklung

Die Führungskraft ist Teil des Teams und prägt sein Klima stärker als jede Übung. Vertrauen kann man nicht einfordern, es entsteht durch Klarheit, offene Kommunikation und Verlässlichkeit. Deshalb beziehen wir die Führungskraft schon in der Auftragsklärung ein.

Führung heißt: Ziele verständlich machen, Feedback geben, Entscheidungen erklären und Konflikte ansprechen. Wer dafür im Alltag kaum Zeit findet, hat genau dort den größten Hebel.

Braucht die Führungskraft selbst Unterstützung, passt ein Coaching für Führungskräfte mit Andreas Wenzelburger, zertifiziertem Transferstärke-Coach® nach Prof. Dr. Axel Koch. Für einen ganzen Führungskreis ist unsere Führungskräfteentwicklung mit drei eintägigen Führungstrainings und Einzelcoachings der passende Rahmen.

Andreas Wenzelburger im Gespräch mit Führungskräften
Referenzen

Geschätzt in der Teamentwicklung

Schriftliche Referenzen unserer Auftraggeber, ergänzt um Auszüge aus unseren Google-Rezensionen.

Google ★★★★★ 5,0 über 20 Rezensionen
Schriftliche Referenz

„Unsere schnelllebige Zeit stellt eine Vielzahl an Herausforderungen an Unternehmen und Mitarbeiter im Alltag. Herr Wenzelburger bringt hierzu neben langjähriger eigener Erfahrung im Bereich Mitarbeiterführung auch die bestimmte persönliche Einstellung zum konstruktiven und wertschätzenden Umgang im Team mit. Zu vielen eigentlich bekannten Herausforderungen bietet er eine große Auswahl an äußerst hilfreichen Werkzeugen und neuen Sichtweisen, um Lösungsansätze zu erarbeiten. Er motiviert alle verschiedenen Charaktere bestens und schafft es so, innerhalb einer Gruppe die wesentlichen Punkte zum Erfolg ins Bewusstsein zu rufen und das Team somit fit für die Herausforderungen im Arbeitsalltag zu machen.“

Manfred Pirker
Mitglied der Geschäftsleitung, SCHWENK Deutschland
★★★★★Google-Rezension

„Die Inhalte und Trainingsmodule wurden individuell auf unsere Bedürfnisse und Herausforderungen zugeschnitten. […] Besonders wertvoll war für mich die Möglichkeit zur Selbstreflexion.“

Michael S.
Team-Workshop
★★★★★Google-Rezension

„Wir hatten mehrere Workshops mit Andreas Wenzelburger im Zuge einer Reorga […]. Hierbei war Herr Wenzelburger eine sehr große Hilfe und hat uns den Prozess durch seine Expertise sehr erleichtert.“

Thomas K.
Workshops in einer Reorganisation
★★★★★Google-Rezension

„Das Konzept war individuell auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten. […] Unser Team, das tlw. schon jahrelang zusammenarbeitet, ist noch enger zusammengewachsen. Gleichzeitig haben wir gelernt, die anstehenden Herausforderungen lösungsorientiert anzugehen.“

Marlene L.
Leitung Personal
Aus der Praxis

Kleemann: Teamtraining mit Paravent-Feedback

Zwei Tage mit dem Service Team VCS der Kleemann GmbH: ehrliches Feedback, Vertrauen und viele Ideen für die Zusammenarbeit.

Zum Praxisbericht

Leonhard Weiss: Konflikte als Lerngewinn

Im Konfliktmanagement-Training an der LEONHARD WEISS-Akademie wurden die Unterschiede im Konfliktverhalten zum größten Lerngewinn.

Zum Praxisbericht

Carl Stahl: Beziehung im Change

Ein Team der Carl Stahl ARC zeigte: Prozesse geben Orientierung, Beziehungen geben Vertrauen.

Zum Praxisbericht

Weitere Stimmen finden Sie unter Referenzen.

FAQ

Häufige Fragen zur Teamentwicklung

Kurz beantwortet: Dauer, Ablauf, Methoden, Kosten und der Unterschied zum Teamcoaching.

In der Regel nicht. Ein resilientes Team entsteht durch einen Prozess über mehrere Monate auf der Beziehungsebene. Jeden Baustein gestalten wir flexibel nach dem Bedarf Ihres Teams.
Im Vorfeld führen wir ein detailliertes Auftragsklärungsgespräch, um die wichtigsten Schwerpunkte und Herausforderungen zu ermitteln. Das ist die Basis für den passenden Prozess.
Für Teams, die unter ihrer Leistungsfähigkeit liegen, neu zusammengestellt wurden oder durch mehr Klarheit, Verbindlichkeit und gemeinsame Werte einfach besser werden wollen. Auch Teams in Veränderung profitieren davon.
Teamentwicklung ist der Oberbegriff für alle Maßnahmen, die die Zusammenarbeit im Team verbessern. Teamcoaching ist eine Form davon: Ein Coach begleitet das Team über mehrere Termine bei seinen aktuellen Themen. In der Praxis kombinieren wir beides oft.
Bewährt haben sich zum Beispiel Feedback-Übungen wie das Paravent-Feedback, strukturierte Konfliktklärung, gemeinsame Werte und Regeln, ein Zielbild und ein Follow-up. Was passt, hängt vom Anlass ab und wird in der Auftragsklärung festgelegt.
Nach einer gemeinsamen Standortbestimmung übt das Team Feedback, klärt Konflikte und vereinbart Regeln für das Miteinander. Am Ende stehen konkrete Vereinbarungen, die wir im Follow-up überprüfen.
Das hängt vor allem von der Teamgröße, der Zahl der Workshop-Tage und Coaching-Termine, der Dauer des Prozesses und dem Ort ab. Nach dem Erstgespräch erhalten Sie ein maßgeschneidertes Angebot.
Teamentwicklung findet bei uns ausschließlich in Präsenz statt, gern auch außerhalb Ihrer Firmenräume. Abseits des Tagesgeschäfts fällt es Teams oft leichter, offen miteinander zu sprechen. Einzelne Bausteine wie Coaching-Termine können auch online stattfinden.

Sie möchten Ihr Team stärken?

Wir schauen gemeinsam auf Ihre Ziele und Wünsche und erarbeiten das passende Konzept für Ihr künftiges „Dream-Team“. Gerne stellen wir Ihnen auch Referenz-Projekte vor. Immer nach dem Motto: „Nichts muss, alles kann!“